Die Auferstehung Jesu Christi

Nach der Erfahrung der Passion, des Mit-Leidens mit Jesus Christus auf seinem Weg hin zum Tod am Kreuz, folgt die Auferstehung. Das Osterfest weist uns immer wieder neu darauf hin. Nach dem biblischen Bericht wollen drei Frauen den Leichnam Jesu mit Öl salben. Doch sie finden das Grab leer vor. Ist Jesus wirklich von den Toten auferstanden? Beweisen lässt sich dies nicht. Die Auferstehung ist eine Glaubenssache. Jesu Anhänger haben sie als ihren Glauben bezeugt und weitergegeben. Mit der Auferstehung Jesu beginnt der Glaube an Jesus als den Christus, den von Gott gesandten Sohn, der in einzigartiger Weise eine Verbindung zwischen Gott und den Menschen geschafften hat.

Die Auferstehung steht für den Weg vom Tod zum Leben, von der Verzweiflung zur Hoffnung, von der Finsternis zum Licht. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Die Kräfte des Lebens sind stärker. Der Frühling setzt sich gegen den Winter durch. Aus den Wurzeln der abgestorbenen Pflanze keimt neues Leben. Die Auferstehungsperle symbolisiert die Hoffnung, die in dir lebendig ist.

Auferstehung beginnt mitten im Leben. Es geschieht etwas in deinem Leben, das alles verändert. Es muss nichts Großes sein, und doch ist alles anders, weil du es anders sehen kannst. Das gibt dir den Mut, neue Wege zu gehen und Kraft für einen neuen Anfang. Der Glaube an die Auferstehung ist eine innere Haltung. Du siehst das Leben vor dem Horizont von Hoffnung und Liebe. Du ersetzt deinen Kleinmut durch Großmütigkeit.

Die hier vorgetragenen Gedanken zum Thema Auferstehung stammen aus dem Buch: Mit den Perlen des Glaubens leben, herausgegeben vom Amt für Öffentlichkeitsdienst der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche aus dem Jahr 2010.

Dieser Tage bitten wir angesichts der kriegerischen Handlungen in der Ukraine um Frieden für das Land. Wir wünschen den Millionen von Menschen, die sich auf der Flucht befinden vor Tod und Zerstörung, dass sie ihre Hoffnung bewahren und trotz aller Zerstörungen und dem Leid, dass sie erfahren müssen, zuversichtlich an einen ein Neuanfang glauben.

Kerstin Steinmetz

Gib Frieden, Herr, gib Frieden,
die Welt nimmt schlimmen Lauf.
Recht wird durch Macht entschieden,
wer lügt, liegt obenauf.
Das Unrecht geht im Schwange,
wer stark ist, der gewinnt.
Wir rufen: Herr, wie lange?
Hilf uns, die friedlos sind.

Gib Frieden, Herr, wir bitten!
Die Erde wartet sehr.
Es wird so viel gelitten,
die Furcht wächst mehr und mehr.
Die Horizonte grollen,
der Glaube spinnt sich ein.
Hilf, wenn wir weichen wollen,
und lass uns nicht allein.

Gib Frieden, Herr, wir bitten!
Du selbst bist, was uns fehlt.
Du hast für uns gelitten,
hast unsern Streit erwählt,
damit wir leben können,
in Ängsten und doch frei,
und jedem Freude gönnten,
wie feind er uns auch sei.

Jürgen Henkys, 1980, EG 430

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