Die innere Haltung Martin Luthers – das Thema unserer Sommerkirche

„Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen!“
Martin Luther

1521 – Luthers Erscheinen vor dem Reichstag in Worms
Wie bereits das Jahr 2017 ein Lutherjahr gewesen ist, an dem wir an den Anschlag der 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg erinnerten und dieses 500-jährige Jubiläum mit einem gemeinsamen Festgottesdienst feierten, so ist auch das Jahr 2021 ein besonderes Jahr des historischen Gedenkens.

Vom Thesenanschlag in Wittenberg bis zum Reichstag in Worms
Der Anschlag der Thesen war sozusagen der Beginn von Martin Luthers öffentlicher Auseinandersetzung mit der der damals alleinig bestehenden katholischen Kirche. Sein Erscheinen vor dem Kaiser in Worms bildete eine Art Schlusspunkt dieses öffentlichen Ringens. Martin Luther sollte sich damals der Macht der Kirche beugen, seine Thesen widerrufen, der Vernichtung seiner Bücher als Irrlehren zustimmen. Doch er widersetzt sich. Er folgt seinem Gewissen und bewahrt innerlich Haltung. Auch wenn seine Gedanken heute mit einem Abstand von 500 Jahren zuweilen schwer zu verstehen sind, so beeindruckt sein Mut und seine innere Haltung bis heute.

Die Teilung der Kirche
Der Kaiser verhängte eine Reichsacht über ihn. Die Verbreitung und Lektüre seiner Schriften wurde verboten. Sein Leben geriet akut in Gefahr. Doch durch den Schutz des Kurfürsten Friedrich des Weisen von Sachsen übersetzt Luther in den Jahren 1521/22 im Schutz der Wartburg bei Eisenach das Neue Testament ins Deutsche. Die Teilung der Kirche nimmt ihren Lauf, einige deutsche Fürsten schließen sich der protestantischen Lehre an, so auch Landgraf Philipp von Hessen. Bereits 1527 gründet er die erste protestantische Fakultät der Welt zur Ausbildung von Theologen evangelischen Glaubens in Marburg.
Martin Luther begleitet diesen Prozess als Hochschulprofessor von Wittenberg aus. Er nimmt an zahlreichen Streitgesprächen mit anderen protestantischen Reformatoren teil, in denen sich der protestantische Glaube immer weiter ausprägte. Bis zu seinem Tode im Jahr 1546 und weit darüber hinaus bis in die heutige Zeit steht sein Name in Deutschland für den Beginn unseres evangelischen Glaubensverständnisses und unserer Kirche, die daraus entstand.

Überzeugungen früher und heute – das Sommerkirchenthema
Die diesjährige Sommerkirche beschäftigt sich mit dem historischen Thema Martin Luthers und seines Auftritts in Worms. Sie nimmt Aspekte seines Glaubens und seiner inneren Haltung auf, die auch auf uns heutige Menschen noch sehr eindrücklich wirken können.
Was gab Martin Luther und was gibt uns heutigen Menschen den Mut und die Kraft, zu unseren inneren Überzeugungen zu stehen? Was lässt uns unseren Überzeugungen gegenüber treu bleiben und innere Haltung bewahren, wenn uns gesellschaftlicher Gegenwind entgegenbläst? Wie bringen wir heutigen Menschen unsere Kritik an den bestehenden Strukturen zum Ausdruck? Und, nicht zuletzt, was begeistert uns so, dass aus dem Glauben auch Taten folgen können?

Kerstin Steinmetz, Pfrin

Über gemeindebuero

Die Pfarrerin ist auch direkt über die folgende Nummer zu erreichen: 06081-12324
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